Insa Winkler entwickelt mit Alphabet Mensch eine Art Choreografie der Spezies Homo sapiens: Haltungen, die uns prägen, codieren und formen. AVATAR II ist eines dieser Zeichen dieses menschlichen Alphabets. AVATAR markiert einen Schnittpunkt zwischen Körper und Zeichen, zwischen physischer Haltung und digitaler Selbstprojektion. Die kleine, aus Kupferdraht geformte Figur erscheint androgyn bis weiblich und sitzt wie ein Stellvertreter für das „Ich“ im analogen Raum – und doch vielleicht in die virtuellen Räume abgleitend.
Die modellhaften Plastiken entstehen aus dem für Winkler charakteristischen verworrenen und zugleich bewusst modellierten Kupferdraht; Größere Arbeiten entstehen aus Abriss-Baustahl. Die leichte Neigung des Kopfes verweist auf die unsichtbare Schwerkraft des digitalen Blicks. AVATAR sitzt im Jetzt, doch der Blick fällt in ein Anderswo. Das leuchtende, fast grelle Orange der Oberfläche verwandelt den Körper in ein Signalobjekt – eine Markierung der Aufmerksamkeit, fast wie ein Icon im öffentlichen Raum.
In Alphabet Mensch, Insa Winkler develops a kind of choreography of the Homo sapiens species: attitudes that shape, code and form us. AVATAR II is one of these signs of this human alphabet. AVATAR marks an intersection between body and sign, between physical posture and digital self-projection. The small figure formed from copper wire appears androgynous to feminine and sits like a representative of the “I” in analog space - and yet perhaps slipping into virtual spaces. The model-like sculptures are created from the tangled and at the same time deliberately modeled copper wire that is characteristic of Winkler; larger works are created from demolition steel. The slight inclination of the head refers to the invisible gravity of the digital gaze. AVATAR sits in the now, but the gaze falls into an elsewhere. The bright, almost garish orange of the surface transforms the body into a signal object - a marker of attention, almost like an icon in public space.
Für das Szenario „Neue Heimat NHN 2075” (insgesamt drei übermalte Stadtpläne) wurden drei Kartenausschnitte der (erweiterten) Region Oldenburg künstlerisch so bearbeitet, dass sie ein mögliches, wenn auch vielleicht übertriebenes Zukunftsszenario darstellen. Die drei Beispiele zeigen die Gesamtregion von der Nordsee im Nordwesten, die Stadt Oldenburg und die Gemeinde Hude. Die Szenarien der „Neuen Heimat NHN“ sollen dazu anregen, der Vorstellungskraft freien Lauf zu lassen.
Hierbei spielt die Fragestellung „Welches Ausmaß könnte der potenzielle NHN im Jahr 2075 erreichen?" eine entscheidende Rolle. Die Karten überzeichnen, wie sich die Entwicklung des Klimawandels mit dem befürchteten Anstieg des Meeresspiegels, wie er sich bereits jetzt in anderen Teilen Deutschlands (Halligen) und der Welt (Bangladesch) zeigt, auf die Nordsee-Region Oldenburg auswirkt.
For the “Neue Heimat NHN 2075” (New Home Sea Level 2025) scenario, three map sections of the (expanded) Oldenburg region were artistically processed in such a way that they represent a possible, albeit perhaps exaggerated, future scenario. The three examples show the entire region from the North Sea in the northwest, the city of Oldenburg and the municipality of Hude. The “Neue Heimat NHN” scenarios are intended to encourage people to give free rein to their imagination.
The question “What extent could the potential NHN reach in 2075?” plays a decisive role here. The maps exaggerate how the development of climate change with the feared rise in sea level, as is already evident in other parts of Germany (Halligen) and the world (Bangladesh), will affect the North Sea region of Oldenburg.
WIA 2025 ist das erste bundesweite Festival von Frauen in Architektur, Innenarchitektur, Stadt- und Freiraumplanung sowie Bau- und Ingenieurbaukunst: Vom 19. bis zum 29. Juni 2025 beleuchten zahlreiche Veranstaltungen in ganz Deutschland die Leistungen von Planerinnen sowie das Thema Diversität in der Baukultur.
Insa Winkler bespielt den Garten von STAUBLAU mit Metallobjekten aus dem Zyklus Pflanzenalphabet. Darüber hinaus stellt sie eine aktuelle Arbeit "Maya awaiking from pubbing" vor. Hierbei geht es um die kognitive Dissonanz von analoger und digitaler Wahrnehmung.
WIA 2025 is the first nationwide festival of women in architecture, interior design, urban and open space planning as well as civil and structural engineering: from June 19 to 29, 2025, numerous events throughout Germany will highlight the achievements of female planners and the topic of diversity in building culture.
Insa Winkler will be displaying metal objects from the plant alphabet cycle in the STAUBLAU garden. She will also be presenting her current work “Maya awaiking from pubbing”. This is about the cognitive dissonance of analog and digital perception.
im RAUM AUF ZEIT in der Haarenstraße 39 26121 Oldenburg
14. UND 15. September von 11 - 18 UHR
OBJEKTE, SKULPTUREN und MALEREI
seid 1986 versammeln sich im Künstlergarten der Familie Winkler in Hude Objekte und Skulpturen, die zu bestimmten Projekten und Ausstellungen entstanden sind und sich zu einem Gesamtkunstwerk verweben. Im Rahmen der Offenen Ateliers Oldenburg besteht die Möglichkeit den Kunstpark zu besichtigen und Einblicke in das künstlerische Schaffen von Insa Winkler zu erhalten. Eine Führung durch den Park bietet die Künstlerin am Samstag den 14. 09. um 16 Uhr. Für Getränke wird gesorgt.
01.-04. August 2024 Gemeinschaftsprojekt des artecology_network
Im kollegialen Natur-Raum das kreative „Wir“ erleben, mit der Natur gestalten, voneinander lernen, umweltfreundliche Praktiken ausprobieren, innovative Denkweisen austauschen, nachhaltig und kreativ handeln.
29.-30.12.2023
Fine Art Syndicate Opera House Square in Gezira, Cairo
17 Wurzelsymbole auf Papyruspapier, an Naturfäden aufgehängt, werden mit den 17 SDGs (jeweils auf Papier gedruckt) präsentiert. Papyrus spielt eine Schlüsselrolle bei der Weitergabe von Wissen. Die Cyprus papyrus - Pflanze und die Praxis der Papierherstellung sind direkt mit Ägypten und dem Beginn des Wissenstransports in der Welt vor Tausenden von Jahren verbunden. Im Angebot ist ein Oline-Workshop „Finde Deine nachhaltige Wurzel“.
17 root symbols on papyrus paper, hung on natural threads, are presented with the 17 SDGs (each printed on paper). Papyrus plays a key role in the transmission of knowledge. The Cyprus papyrus plant and the practice of papermaking are directly linked to Egypt and the beginning of the transfer of knowledge around the world thousands of years ago. The presentation offer includes an online workshop "Find your sustainable root".
WE ARE OCEAN - Workshop at Marks Camp (Skaerbaek, Südjütland) DK
22.08.2023
Gemeinsam mit 30 Student*innen und der Kuratorin Anne-Marie Melster simulieren wir Wasser, Tide und Artenvielfalt des weitläufigen und komplexen Ökosystem des
Wattenmeeres in einer gemeinsamen Mal-und Zeichen Performance.
Together with 30 students and the curator Anne-Marie Melster we simulate water, tides and biodiversity of the vast and complex ecosystem of the Wadden Sea in a joint painting and drawing performance.
Kunstreusen [2022] ist Teil der WE ARE OCEAN Wadden Sea Projekte von artport _making_waves in Deutschland, den Niederlanden und Dänemark. Insa Winkler gestaltet ihr Projekt zusammen mit der Kuratorin Anne-Marie Melster im Gebiet Wurster Nordseeküste gemeinsam mit Meereswissenschaftlern des Nationalpark Haus Wattenmeer, dem Reusenfischer Erhard Djuren und der Partnerorganisation Gymnasium Dorum. Es finden mehrere interdisziplinäre Workshops und Performances statt, die auf der Recherche und Umsetzung der Praxis der Krabenreusenfischerei anknüpfen.
Kunstreusen [2022] is the german part of the WE ARE OCEAN Wadden Sea projects by artport_making_waves in German, the Netherlands and Denmark. Insa Winkler is designing her project together with curator Anne-Marie Melster in the Wurster North Sea Coast area together with marine scientists from the Wadden Sea National Park House, the fish trap fisherman Erhard Djuren and the partner organization Gymnasium in Dorum/Germany. Several interdisciplinary workshops and performances will take place, based on the research and implementation of the practice of crab trap fishing.
Pictures by Robert Geipel
